Baubiologische Beratungsstelle IBN

Baubiologe IBN 

Magnetische Gleichfelder (Magnetostatik)(Vermeidung)

Was sind magnetische Gleichfelder und wie entstehen sie?

Das natürliche Erdmagnetfeld ist für uns Menschen und auch für die Tiere von großer Bedeutung ist. Die Feldlinien verlaufen alle in Nord-Süd-Richtung rund um den Erdball. An diesen Linien richten sich die Lebewesen aus.

 

Oft werden diese Linien in ihrer gleichmäßigen Ausrichtung allerdings verzerrt durch magnetisch wirksame Materialien, z.B. eisenhaltige Mineralien und Stoffe, sowie jede Art von Magneten. Magnetische Gleichfelder können auch durch fließenden Gleichstrom erzeugt werden, z.B. bei Solarstromanlagen oder in der Nähe der Oberleitungen von Straßenbahnen. Magnete sind überall in unserer Umgebung vorhanden, auch wenn uns das oft nicht bewusst ist:
  • In Lautsprechen,
  • Kopfhörern, sogar in Telefonhörern,
  • in jeder Art von Elektromotor (Staubsauger, Föhn, Bohrmaschine und Akkuschrauber),
  • in jeder Art von Trafo (also auch in Ladegeräten für batteriebetriebene Geräte).

 

Trafos sind auch meist in elektrischen Kleingeräten vorhanden. Jeder Magnet hat die Fähigkeit, eisenhaltige Stoffe magnetisch zu machen. Diese Magnetisierung kann dann viele Jahre weiter bestehen bleiben. Dadurch kann, je nach der Intensität der Magnetisierung, das natürliche Magnetfeld in kleinem oder auch großen Umkreis verzerrt werden.

 

Eisenhaltige Stoffe kommen häufig in unserer Umgebung vor. Sie sind oft nicht sichtbar, wirken aber in größeren Massen trotzdem ablenkend oder verzerrend auf das natürliche Erdmagnetfeld:
  • Baustahlmatten und Stahlträger in Wänden und Decken,
  • in Tür- und Fensterstürzen,
  • Öltanks und Wärmespeicher aus Stahl,
  • Federkerne in Matratzen und Polsterungen,
  • metallische Lattenroste,
  • ganze Bettgestelle aus Eisen, metallische Regale.

 

Alle Lebewesen haben bewusst oder unbewusst die Fähigkeit, die Feldlinien des Erdmagnetfeldes wahrzunehmen. Viele Zellen im Körper enthalten eine winzige Menge magnetisch wirksamer Kristalle, in den Gehirnen vieler Lebewesen ist dieses Material mit Namen Magnetit in besonders hoher Konzentration vorhanden.Man geht davon aus, dass sich innerhalb eines Körpers alle Zellen gleichmäßig ausrichten wollen nach den natürlichen Feldlinien der Erde.

 

Gibt es kleinräumige Verzerrungen dieser Feldlinien, z.B. einzelne magnetisierte Federkerne, dann bedeutet das Stress für den Körper, der auf dieser Matratze eigentlich zur Ruhe kommen möchte. Sind auf der Fläche einer Matratze viele unterschiedlich starke Verzerrungen zu messen, so ist der Stress natürlich noch viel größer. Besonders wirkt sich das an  bereits belasteten Körperstellen aus.


Welche biologischen Auswirkungen haben magnetische Gleichfelder? 

Das das magnetische Feld der Erde für die Tiere als Orientierung dient, ist allgemein bekannt. Man hat in ihren und in den menschlichen Gehirnen Kristalle des Eisenoxids Magnetid festgestellt - die Kompassnadel im Gehirn. Magnetische Felder durchdringen so ziemlich alle Materialien, auch den menschlichen Körper. Mit der Elektrifizierung oder dem Einbau oder der Nutzung von Metallen und Magneten wird nun dieses Magnetfeld massiv gestört.  Bedingungen, die über die Geschichte der Evolution relativ gleich geblieben sind, werden mit einem Mal radikal  verändert. Das ist sicherlich nicht empfehlenswert. Dadurch existieren vielfache individuelle Erscheinungen wie z.B. Augenflimmern, Herzrasen, Kopfschmerzen usw. 

Besondere biologische Bedeutung wird dem sogenannten Störungsgrad zugeschrieben. Es ist nicht nur allein entscheidend, wieviel sich das Erdmagnetfeld betragsmäßig ändert, sondern  auch, wieviel es sich auf eine bestimmte Distanz ändert, also der Anstieg.Gemessen wird die Kompassabweichung in ° (Grad) , die Flussdichteabweichung in µT (Mikrotesla) , ergänzend der Störungsgrad in µT/m (Mikrotesla pro Meter). 


Grenzwerte bzw. Empfehlungen

DIN/VDE 0848 (Arbeitsplatz)


67.900 µT

DIN/VDE 0848 (Bevölkerung)


21.200 µT

Baubiologische Richtwerte (für Schlafplätze)
Flussdichteabweichung (vom Erdmagnetfeld)

unauffällig

schwach

stark

extrem

< 1 µT

1 - 5 µT

5 - 20 µT

> 20 µT

Kompassabweichung

unauffällig

schwach

stark

extrem

< 2 °

2-10 °

10 - 100 °

> 100 °

 

Verursacher

 



Straßenbahn

Abstand 40m

100 µT

Federkernmatratze


5 - 150 µT

Metallstuhl


- 100 µT

Kopfhörer 


100 - 1000 µT

Kernspintomograph


500.000 - 5.000.000 µT

Erdmagnetfeld


45 - 50 µT

Hirn


0,000.001 µT

Herz


0,000.05 µT

Natürliche Schumann-Wellen


<0,000.000.01 µT


 Tipps zur Vermeidung magnetischer Gleichfelder

  • Vermeiden Sie Metalle, besonders magnetischen Stahl
  • Entfernen Sie sämtliche metallischen Sachen aus dem Schlafbereich, speziell Metalllattenroste, Federkernmatratzen oder gar Metallbettgestelle
  • Garagen oder Stahlheitzungstanks nicht unter Schlafräumen
  • Halten Sie Abstand zu Lautsprecher, Stahlträger, Metallzargen für Türen, Heizkörper, Boiler, Badewannen, Fenstergitter, Betonarmierungen, Stahlbauteilen in Wänden, Rohrleitungen etc. mind. 2m sind meistens ausreichend
  • Verzichten Sie auf Möbel aus Stahl
  • Bevorzugen Sie Edelstahl, Aluminium, Messing, Kupfer... 
  • Halten Sie mind. 50m Abstand zu Straßenbahnen, U-Bahnen oder Magnetschwebebahnen
  • Kaufen Sie keine Kinderwägen mit starken MagnetfeldernVermeiden Sie Magnetschmuck oder Magnetpflaster
  • Halten Sie mind. 30cm Abstand zu batteriebetriebenen Uhren
  • Achtern Sie auf magnetisch intensive Gegenstände in direktem Körperkontakt wie Stahlkugelschreiber oder Diktiergeräte
  • Weniger Telefonieren reduziert Magnetfelder im Kopf. Benutzen Sie eine Freisprecheinrichtung
  • Benutzen Sie keine Kopfhörer, wenn doch dann möglichst nur kurz

 

Quelle: Stress durch Strom und Strahlung, Wolfgang Maes