Baubiologische Beratungsstelle IBN

Baubiologe IBN 

Lehm, Lehmputz und -farben

Lehm, Lehmputz, Lehmfarbe, Stampflehm

Lehm und Lehmputz gilt als der älteste Baustoff der Welt. Seit Jahrtausenden verlassen sich die Menschen auf die positiven Eigenschaften dieses hochwertigen Naturproduktes. Lehm wird meist ungebrannt verwendet und ist seit mehr als 9000 Jahren bekannt. Auch heute noch lebt etwa ein Drittel der Erdbevölkerung in Lehmhäusern. In den meisten Gebäuden, die in kalkarmen Regionen Deutschlands vor 1950 errichtet wurden, findet sich Lehm etwa in Fachwerkhäusern zumindest in Innenwänden, als Lehmputze und -farben und in den Geschossdecken als Lehmwickel. Anfang der 80er Jahre wurde Lehm als umweltfreundlicher und gesunder Baustoff langsam wiederentdeckt. Da er nur physikalisch härtet und nicht, wie die meisten anderen Baustoffe, chemisch abbindet, wird er in Europa meist im Innenausbau eingesetzt. Für ein angenehmes Raumklima im Gebäude sorgt die mit lehmgeputzte Wand, denn eine seiner Haupteigenschaften ist, dass er klimaregulierend wirkt. Im Vergleich zu anderen Baustoffen kann eine Lehmputzfläche mehr als fünfmal soviel Feuchtigkeit aufnehmen als andere Oberflächen und funktioniert sozusagen als natürliche Klimaanlage. Um diese Eigenschaften beizubehalten sollten Lehmputze nur mit natürlichen, dampfdiffusionsoffenen Farben gestrichen werden, so z.B. Lehmfarben.